Hier bei handelt es sich um die Nippon Yusen Linie (NYK) aus Tokio.

Lange war dieses Unternehmen größer als die TUI-Tochter Hapag Lloyd, die jetzt durch die Übernahme von CP Ships zu dem 5. größten Containerschifffahrtsunternehmen der Welt aufgestiegen ist, während NYK auf Rang 9 rangiert. 

Beachten Sie bitte diesen Chart, der die Kursentwicklung der TUI AG mit der der in Frankfurt gehandelten NYK-Linie vergleicht. 

Die Entwicklung von TUI im Vergleich zu der der NYK seit 2001

 
Man sieht ein deutliches Auseinanderdriften der relativen Kurse ab etwa Mitte 2002.
Generell war die Schifffahrt nicht in dem Ausmaße wie die Tourismusindustrie von den Folgen des 11. September betroffen. Das Geschäft mit den Containern blieb relativ stabil.

Spätestens aber Ende des Jahres 2004 hätte sich der TUI-Aktienkurs doch gut entwickeln müssen, sprach Michael Frenzel doch schon 2003 davon, dass sich die "Markterholung in der Touristik fortsetzen wird".

Wo aber blieb die Erholung der Gewinne und somit auch des Aktienkurses? 

An der Tochter Hapag Lloyd kann es kaum liegen. 2004 war sie das profitabelste Unternehmen seiner Branche.

Hier drängt sich zum ersten Mal der hartnäckige Verdacht auf, dass die vielbeschworene Strategie im Touristik-Bereich sich vielleicht doch keine so guten Ergebnisse liefert, wie auf jeder Hauptversammlung seit dem Kauf von Thomson im Jahr 2000 gebetsmühlenartig wiederholt wird.

Wie auch immer, fest steht wie immer eines: Das Management von NYK hat für seine Aktionäre in den Jahren 2001-2005 unterm Strich Shareholder Value geschaffen, während unser Management uns keine brauchbaren Ergebnisse geliefert hat.