Die langfristigen Auswirkungen der "Strategie Frenzel"

 

Bei TUI wird sehr gern das Wort „Wert“ verwendet. Schon der Titel des Geschäftsberichts
2003 spricht von „Mehrwerten“. 2004 liest man von „Werte, die bewegen“.

In der Rede zur Hauptversammlung 2004 gibt sich Michael Frenzel überzeugt, dass der               Konzern „Wert schaffe“.

Die Entwicklung des TUI Aktienkurses seit 1988 (Bigcharts.com)

 

Seitdem Michael Frenzel den Vorsitz im Vorstand der Preussag AG 1994 übernommen
hat, hat er unterm Strich keinerlei Wert(e) geschaffen – im Gegenteil.

Ein feiner Unterschied ist in diesem Chart, der den Kursverlauf der TUI bzw. Preussag
Aktie seit 1988 darstellt zu beachten. 1994 war Preussag an der Börse offensichtlich stark
unterbewertet.

2005 hingegen, inmitten eines 3-jährigen Aufschwungs, der die
Börsenindizes weltweit auf neue Höchststände treibt und auch in Deutschland wieder
Freude bei den Aktionären aufkommen lässt, eilt das TUI Papier auf immer neue
Tiefstände.

Und das zurecht: Unser Unternehmen war noch nie so schlecht für die Zukunft
gerüstet war noch nie in der Ära Frenzel so wenig wert wie heute.
Michael Frenzel hat seine Strategie vor rund 3 Jahren damit gerechtfertigt, dass die alte
Preussag „heute nicht mehr lebensfähig gewesen wäre“ und „es in den früheren
Kernbereichen Rohstoffe und Stahl Probleme geb
e“.

Tatsächlich markierte das Jahr 2003 den Auftakt eines des größten Rohstoffbooms aller
Zeiten. Der Preis für unbehandeltes Öl hat sich von einem relativ hohen Niveau von
30US$ im Jahr 2003 ohne große politische Krise auf mehr 70US$ als verdoppelt und
steigt weiter.

Ölkonzerne melden Rekordgewinne. Exxon Mobil allein beispielsweise einen Gewinn von
mehr als 36 Milliarden Dollar nach Steuern.

Die alte Preussag wäre heute nicht nur lebensfähig, sie hätte mit ihrem Kerngeschäft
Stahl- und Erdölproduktion heute mehr Gewinne denn je in ihrer Geschichte
eingefahren.